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Besser spät als nie... Über Weihnachten und Willkürliches

Autor: HannahNehls | Datum: 03 Februar 2017, 13:20 | 0 Kommentare

Endlich mal wieder ein neuer Blog! Viel ist in der letzten Zeit passiert – Weihnachten, Silvester, Praktikum, Auszug… Aber der Reihe nach. Nachdem der Kindergarten geschlossen wurde um die darüber sehr glücklichen Kinder in die Ferien zu entlassen, habe ich mich entschieden, bei Linda (www.linda.vem-freiwillige.de) in Bukoba ein Praktikum zu machen. Sie arbeitet dort im Tumanini Children Center (TCC), ein Zentrum, in dem etwa 50 Straßenkinder von 5-18 auf freiwilliger Basis leben, essen, schlafen und zur Schule gehen. Ziel ist es, die Kinder irgendwann wieder in die Familien einzugliedern. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich gerne Lindas Blog angucken. Da auch dort die Kinder Ferien hatten, haben Linda, Lisa (eine weitere Mitfreiwillige aus Karagwe) und ich viel Freizeitprogramm angeboten – Spiele, Malen, Basteln (wie sehr Kinder auf Bügelperlen abfahren!) und eine Schnitzeljagd. Das TCC ist ein beeindruckendes Projekt, das von einer Schwedin gestartet wurde, nun aber in der Organisation ganz bei Tansanern liegt. Ich verstehe schon, wieso Linda ihre Arbeit und vor allem die Kinder liebt… Weihnachten war dann ganz anders und heilig Abend sehr deutsch. Wir haben zu viert Pizza und Brot gebacken, Käse selber hergestellt, Salat gemacht und eine kleine aber feine Andacht gefeiert. Die nächsten beiden Tage haben wir im Center und im Gottesdienst verbracht, wer singt schließlich nicht gerne „Oh du fröhliche“ auf Swahili, während der Schweiß einem den Nacken herunterläuft und man draußen schon die Ziege für die Versteigerung ihr kräftiges Stimmorgan unter Beweis stellt. Im Center gab es dann großes Festmahl (sogar Fleisch! Und das, obwohl das dafür vorgesehene Schwein am Vortag geklaut wurde…), eine nette Abwechslung besonders für die Kinder, die sonst meist Ugali mit Bohnen essen (das ist Beton aus Maismehl und Wasser und … naja… Bohnen halt). Musik, ein bisschen tanzen und gemeinsam entspannen durfte auch nicht fehlen. Silvester wird hier mit einem etwa 6 stündigen Gottesdienst gefeiert, woraufhin wir beschlossen haben, bei Linda ein paar Leute einzuladen (Deutsche wie Tansaner), zu kochen und gemeinsam auf das neue Jahr zu warten. Den ganzen letzten Tag des Jahres 2016 verbrachten wir also in der Küche, was aber, dank der vielen Leute, großen Spaß gemacht hat. Den Silvesterabend haben die anderen dann spielend verbracht, während ich etwas kränklich im Bett lag, naja. Ich hoffe Ihr alle hattet ein schönes Fest, einen guten Ausklang des letzten Jahres und zwei schöne erste Wochen des Jahres 2017. Ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr. Unser Silvestergeschenk (gibt es das?) an uns selber war eine 4 tägige Reise auf eine Insel im Süden des Viktoriasees – welche ein Nationalpark ist, in dem es seit 1977 Giraffen und Elefanten gibt (um den NP attraktiver zu machen, wurden diese Tiere dort angesiedelt). Elefanten haben wir nicht gesehen, dafür viele Giraffen, was ein wirklich skurriles Bild war, Nilpferde, Vögel und eine wunderschöne Natur. Letztes Wochenende bin ich dann auch aus Ndoalge ausgezogen, nachdem ich mich offiziell im Gottesdienst verabschiedet habe. In Ntoma bin ich aber nur soweit eingezogen, dass dort nun mein Wischmob und meine Weltkarte stehen. Alles andere lagere ich bei Linda zwischen, da in Ntoma, wo ich an einer Berufsschule unterrichten werde, diese noch nicht angefangen hat. So arbeite ich grade wieder bei Linda in der Schule und im Center mit und werde mich bald mit Alex (einem Freund aus Deutschland) mich nach Dar es Salaam aufmachen, wo ich danach meine Eltern und meinen Bruder Justus treffen werde und dann zu dem Zwischenseminar gehe. Ab Mitte Februar kann ich richtig in Ntoma anfangen, worauf ich sehr gespannt bin und mich freue. Von der neuen Arbeit, der Wohnsituation und meinem neuen Umfeld berichte ich aber dann, wenn es soweit ist.